Warum ich trotzdem Fußball-WM schaue

Ja, Österreich scheiterte mal wieder an der Qualifikation. Ja, die Trikots werden nicht unter den Bedingungen hergestellt, die man sich wünscht.  Ja, die Bevölkerung Brasiliens wird vermutlich nicht im erhofften Ausmaß von der WM profitieren. Ja, die FIFA erwirtschaftete mit dem WM 2010 einen Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro, und 2014 wird es kaum weniger sein. Ja, die FIFA – offiziell ein Verein – bezahlt trotzdem nur 4 % Steuern. Ja, die FIFA scheint ähnlich wie das IOC immer wieder in unsaubere Geschäfte, genauer Bestechung, verwickelt zu sein. Ja, die FIFA kooperierte unter fragwürdigen Bedingungen mit der Junta in Argentinien.

Und trotzdem begeistert die Fußball-WM Millionen von Menschen weltweit. Weil sie spannende Spiele, brillante Spielzüge und schöne Tore sehen wollen. Weil sie vor dem Fernseher oder beim Public Viewing mitzittern, mitfeiern und mitleiden wollen. Weil sie, man mag es kaum glauben, Freude am spielerischen Ausleben von Nationalismen haben.

Und auch mich wird das Fußballfieber wieder packen. Ich freue mich auf fesselnde Spiele, dramatische Minuten und eine hoffentlich faire und großartige WM.

Krautreporter: Der Traum vom unabhängigen Journalismus

Über die Krise des Printjournalismus wurden in den letzten Jahren viel geschrieben und noch mehr gejammert. Fakt ist, dass bei fast allen großen Verlagshäusern die Werbeeinnahmen im Printbereich einbrechen und ganze Redaktionen geschlossen werden. Auch der vermeintliche Hoffnungsträger, der Onlinejournalismus, konnte den Niedergang bislang nicht stoppen. In den USA lagen 2012 die inflationsbereinigten Werbeeinnahmen der Zeitungen im Print und Onlinebereich mit 20 Milliarden Dollar auf dem gleichen Wert wie 1950.

In den letzten Jahren wurde vieles versucht, um der Krise Herr zu werden. Ein stärkerer Fokus auf den Lokaljournalismus, Bürgerjournalismus oder Paywalls im Internet sollten helfen, hochwertigen Journalismus zu finanzieren. Die Ergebnisse sind bestenfalls durchwachsen.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis jemand die Hoffnung auf Crowd-Funding setzen würde. Ein Team von 25 Reportern aus ganz Deutschland will es wissen. Mit Unterstützung von 15.000 Menschen, soll ein komplett werbefreies Onlinemedium entstehen, exklusive, multimediale Inhalte produziert und unabhängiger Journalismus ermöglicht werden.

Bis Mitternacht des 13.06.2014 müssen 900.000€ beschafft werden, um den Krautreportern den Start zu ermöglichen. Mit 60€ ist man für ein Jahr dabei, erhält werbefreien Zugriff auf alle Reportagen, Recherchen und Hintergrundberichte auf der Homepage sowie exklusiven Zugang zu vier neuen Veröffentlichungen pro Tag.

Falls ihr Interesse an unabhängigem Qualitätsjournalismus habt, dann unterstützt die Krautreporter mit einem Abonnement.

UPDATE: Und sie haben es tatsächlich geschafft!

Gaisbergrennen 2014

Das Gaisbergrennen in Salzburg fand zwischen 1929 und 1969 regelmäßig statt. Als klassisches Bergrennen war es das Ziel, möglichst schnell auf den 1287 Meter hohen Salzburger Hausberg zu kommen. Unter anderem auf Grund mehrerer tödlicher Unfälle wurde das Rennen Ende der 60er Jahre eingestellt.

Zur großen Freude der Oldtimer-Fans gibt es seit 2003 eine Neuauflage des historischen Rennens. Um die Sicherheit der Fahrer braucht man sich heute weniger Gedanken zu machen. Die Wertung richtet sich nicht mehr nach der schnellsten Bergfahrt, sondern nach der Gleichmäßigkeit, mit der die Strecke zurückgelegt wird. Um den Charme des Gaisbergrennens wieder aufleben zu lassen, sind trotzdem nur Fahrzeuge zugelassen, die vor 1969 gebaut wurden. Auch 2014 wurden die zumeist offenen Fahrzeuge bei strömenden Regen auf dem Salzburger Residenzplatz präsentiert, bevor um 15:00 Uhr der Stadt Grand Prix begann.

Bis zu 1000 Ladezyklen

Vollmundig preist Apple die Akkus in ihren Notebooks. Bis zu 1000 Ladezyklen seien möglich, eine Haltbarkeit von bis zu 5 Jahren sei zu erreichen, da ausschließlich hochwertige Materialien und ausgeklügelte Schaltungen verwendet werden.

Letztlich läuft es aber dann doch wie bei den Telekommunikationsanbietern. Bis zu 16.000 Mbps sind möglich. Nachts, bei Vollmond, wenn das Kabel nach unten führt.
Akkuproblem?

„Dein neues Apple Notebook arbeitet mit einer fortschrittlichen Batteriechemie, die die Lebensdauer der Batterie verlängert. Die integrierte Batterie deines MacBook, MacBook Pro oder MacBook Air ist so ausgelegt, dass sie nach bis zu 1000 vollständigen Ladezyklen (Auf- und Entladungen) noch bis zu 80 % ihrer Originalkapazität zur Verfügung stellt. Außerdem reduziert die Adaptive Charging Technologie Verschleißerscheinungen der Batterie, sodass sie eine Lebensdauer von bis zu 5 Jahren erreicht.“ Quelle: apple.at

Warum verschlüsseln?

Vorratsdatenspeicherung, NSA-Skandal, Bundestrojaner.

Themen die uns in den letzten Wochen und Jahren immer wieder begegnet sind. Jedes Mal ging es dabei um neugierige Behörden und staatliche Stellen, die zum vermeintlichen Schutz der Bevölkerung bereit waren, diese zu überwachen. Stets unter der Annahme, dass ein weniger an Datenschutz automatisch ein mehr an Sicherheit sei.

Ich habe nichts zu verbergen

Die Standardantwort, falls jemand auf Datenschutz im Allgemeinen und Verschlüsselung im Besonderen angesprochen wird. Beim Bankgeheimnis sieht die Sache aber schnell anders aus, wie man zum Beispiel in Österreich sehen kann.

Aber selbst wenn man der Meinung sein sollte, gegenüber staatlichen Stellen nichts verbergen zu haben, lohnt sich eine Verschlüsselung. So kann man beispielsweise verhindern, dass eigene Emails von Fremden gelesen werden, Daten von gestohlenen Festplatten und Notebooks ausgelesen werden oder Unbefugte mit den Urlaubsfotos in der Cloud Unfug treiben.

Aber für mich interessiert sich doch eh keiner

Das Verschwinden in der Masse brachte früher eine gewisse Sicherheit vor Überwachung, zumindest in den meisten Staaten der Welt. In der heutigen Zeit mit günstigem Speicherplatz und billiger Rechenleistung ist es aber sehr leicht große Datenmenge zu speichern und oftmals auch auszuwerten. Daher wird es zunehmend attraktiv anstatt der Überwachung einzelner Übeltäter gleich große Teile der Kommunikation präventiv auszuwerten.

Gleichzeitig muss man leider davon ausgehen, dass Datenbestände, die einmal eingelegt sind, früher oder später auch zweckfremd eingesetzt werden. Die Verlockung scheint zu groß, als dass Politiker und Vertreter von Polizei und Geheimdiensten widerstehen könnten.

Datenschutz ist doch Sache der Politik

In der Tat regeln staatliche Gesetze und auch zwischenstaatliche Abkommen den Datenschutz in den meisten Ländern dieser Welt. In Deutschland beispielsweise das Datenschutzgesetz.

Dabei gibt es allerdings zwei Probleme. Zum einen regeln die staatlichen Datenschutzgesetze in vielen Fällen nur, was mit den Daten passiert, solange sie sich auf dem jeweiligen Staatsgebiet befinden. Der Server auf dem meine Emails liegen, muss also in Deutschland stehen oder zumindest muss es ein Emailanbieter sein, der deutschem Recht unterworfen ist. Oftmals ist das nicht der Fall. Daher gelten dann teilweise deutlich weniger strenge Datenschutzbestimmungen anderer Staaten.

Gleichzeitig ist die staatliche Gesetzgebung in allen Bereichen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt. Adresshändler, Marketing-Unternehmen, Anbieter sozialer Netzwerke, aber auch staatliche Stellen haben ein Interesse an richtigen und vor allem auch nutzbaren persönlichen Daten, da entweder ihr Einkommen oder aber ihre Existenzberechtigung davon abhängt. Nicht immer setzen sich daher Vertreter eines strengen Datenschutzes durch.

Aber Verschlüsselung ist doch so kompliziert

Eine normale Email kann auf dem Weg zwischen Sender und Empfänger von jeder Zwischenstation gelesen und verändert werden. Sie entspricht damit einer Postkarte, auf die mit Bleistift eine Nachricht geschrieben wurde. Ähnliches trifft auf viele Chatprogramme zu, solange die Verbindung zum Server nicht verschlüsselt wird.

Um sicher zu gehen, dass zum einen die eigentliche Nachricht nicht verändert und zum anderen auch unterwegs nicht von Dritten gelesen wurde, kann man Emails, Chats und mit einigem Aufwand auch SMS und Sprachnachrichten verschlüsseln. Ebenso kann man einzelne Dateien oder auch ganze Festplatten verschlüsseln, um zu verhindern, dass sie von dritten gelesen und geändert werden.

Anders als viele glauben, ist das nicht besonders schwierig. Sowohl für Emails und für Chats aber auch auch für ganze Verzeichnisse und Datenträger gibt es gute und kostenlose Software, die einfach zu bedienen ist.

In den nächsten Wochen werden dazu Stück für Stück Anleitungen veröffentlicht, die exemplarisch für Mac OS X und Windows zeigen, wie es geht.