Archiv der Kategorie: Windows

Das Ende von ICQ? Teil 2

So die ersten Tage nur mit Jabber sind vorbei.

Bislang haben sich noch 2 weitere Leute aus meiner Kontaktliste dazu entschlossen Jabber zu nutzen. Damit nun 18:9 für Jabber. Weiterhin allerdings nur Sechs, die verschlüsselt chatten.

Bei den Mulitclients unter Windows läuft die Verschlüsselung mit GnuPG leider noch nicht befriedigend. Und ganz auf ICQ wollten die meisten dann leider doch nicht verzichten.

Aber immerhin. Ein erster Schritt zu offen dokumentierten Standards. Das weitere wird sich hoffentlich ergeben. Allerdings befürchte ich, dass ich erschlagen werde, wenn ich meinen Bekannten sage, dass unverschlüsseltes jabbern nicht wirklich sicherer ist als unverschlüsseltes ICQ. 😉

Miranda und GnuPG III

Habe heute die Antwort vom Entwickler des Miranda GnuPG-Plungins bekommen.

Er meint, dass die Möglichkeit bestünde eine korrekte Umsetzung des JEP-0027 direkt im Miranda Jabber-Plugin vorzunehmen.

Dafür wären auch schon Ansätze vorhanden. Ein Workaround über das GnuPG-Plugin wäre zwar denkbar, allerdings noch nicht geplant, da zuerst eine vernpnftige Speicherverwaltung und echter UTF8-Support implementiert werden müssten.

Schade eigentlich.

Jabber gehört die Zukunft ?

Naja vielleicht nicht ganz alleine. Aber es rappelt im Karton. Und zwar mächtig.

So entstand während des Summer of Code eine weitere wirklich witzige Idee.

Das Jabber Whiteboard.

Damit ist es möglich gemeinsam während des Chats auf einer Tafel herum zu malen und zu schreiben, der jeweilige Gesprächspartner kann sofort das geschriebene/gemalte sehen.

Der erste Client, der das auch für den Endnutzer verfügbar macht ist Coccinella. Wenn man den Screens glauben darf, beschränkt sich das ganze allerdings nicht nur auf malen und schreiben. Auch Kartenspiele und Schach scheinen möglich zu sein, ebenso wie eingebettete Videos und Songs.

Einfach mal anschauen.

Derweil geht Oliver Goffart, Entwickler von Kopete, bereits einen Schritt weiter. In seinem Blog skizziert er Jabber als Ersatz für Email und RSS, ebenso wie als Möglichkeit zwischen einzelnen Programmen zu kommunizieren. Auch die Möglichkeit per Jabber zu zocken wird nicht vernachlässigt.

Miranda und GnuPG II

Habe gerade ein wenig mit Miranda rumgespielt.

GnuPG an sich funktioniert teilweise mit Jabber.
Die Ansi-Version verschlüsselt und entschlüsselt manchmal richtig, wenn nicht fliegt man wegen „not-well-formated“ XML-Schemes gleich aus dem Netzwerk. Bei der Unicodevariante kommt leider auf beiden Seiten nur Datenmüll an.

Laut dem Entwickler ist es auch noch nicht 100% kompatibel zum JEP-0027 „Standard“.

GnuPG Plugin is not currently compatible with Jabber’s quasi-standard JEP-0027, etc, so requires both the nodes to use GnuPG Plugin + Miranda IM to communicate.

„true“ Jabber support may be in future releases.

Quelle: Miranda-Plugin-Seite.

Werde ihm/ihr mal eine Mail schreiben, vielleicht gibt es ja bereits eine Beta mit voller Jabber-Unterstüzung.

In den anderen Netzen sollte die Verschlüsselung allerdings funktionieren. Habe ich aber mangels Interesse nicht ausprobiert.

Edit: Offenbar funktioniert GnuPG mit der Ansi-Version, wenn man konsequent auf Umlaute verzichtet. Bei der Verwendung von Umlauten wird die Verbindung zum Server unterbrochen.

Hier erstmal die versprochenen vorkonfigurierten Pakete, einfach noch in den Einstellungen bei Jabber einen Usernamen und ein Passwort aussuchen und registrieren. Das GnuPG-Plugin habe ich für die Verwendung von GPG4Win vorkonfiguriert. Einfach nur noch den * in der zweiten Zeile durch den Usernamen ersetzen und schon kann man Schlüssel zuordnen.

Für die Verwendung der Verschlüsselung muss man im Chatfenster, im Menü rechts oben, einen Haken bei „Use GnuPG“ (oder so ähnlich setzen). ein ausführliches Howto folgt die Tage.

Miranda und GnuPG

Nachdem das GnuPG-Plugin für Miranda mehrere Jahre nicht mehr entwickelt wurde, hat sich mittlerweile jemand gefunden, der das ganze weiterentwickelt.

Es ist mittlerweile also wieder möglich mit Miranda GnuPG-verschlüsselt zu kommunizieren.

Ich werde das die nächsten Tage mal probieren. Vor allem die Kommunikation zwischen verschiedenen Clients dürfte interessant sein. Ich werde wohl hauptsächlich die Kommunikation zwischen Kopete und Miranda testen.

Wenn es klappt gibt es hier wohl die nächsten Tage ein Miranda-Komplettpaket zum Download. Alles fertig konfiguriert und gut ist.

Phantasien der Innenminister

Wie unter anderem heise.de und auch die unten erwähnte SZ, bzw. rabenhorst berichtete, planen unsere allseits geliebten Innenminister das Heft in die Hand zu nehmen und gegen böse Buben im Netz vorzugehen.

Lobenswert. Eigentlich.

Konkret heißt das aber:

Das BKA soll auch Zugriff auf die PCs der Bürger über das Internet erhalten. Wolf hatte bereits im August dieses Jahres ein neues Verfassungsschutzgesetz vorgestellt, das dem Verfassungsschutz etwa auch verdeckten Zugriff auf „Festplatten“ und andere „informationstechnische Systeme“ im Internet gibt.

Zitat: heise.de

Wie genau sich die werten Herren das technisch vorstellen war bislang noch nicht zu erfahren, allerdings werden sei bei gut eingerichteten PCs hinter einer Hardwarefirewall und anderen Spielereien wahrscheinlich Probleme bekommen.

Die Wahrscheinlichkeit selbst irgendwann online von der Polizei beschnüffelt zu werden ist vermutlich gering, allerdings kann man sich durch ein paar einfach Verhaltensmaßnahmen gut absichern:

  1. Schalten Sie unnötige Onlinedienste ab (ssh, sonstige Server mit offenen Ports nach draußen) oder beschränken sie deren Aktionsbereich auf interne Netze (eventuell über 2 Lankarten)
  2. Verwenden Sie eine Firewall, idealerweise in einem externen Router, achten sie auf regelmäßige Updates und eine richtige Konfiguration
  3. Senden Sie vertrauliche Daten nur verschlüsselt. Emails und Jabber kann man leicht per GnuPG verschlüsseln. Alternativ bieten sich Systeme wie Waste oder VPN an.
  4. Achten Sie darauf, dass sie gute Passwörter verwenden: schwer zu erraten, leicht zu merken
  5. Verwenden Sie nicht für alles die gleichen Passwörter
  6. Bedenken Sie, dass der Sinn von Passwörtern darin besteht, dass sie nur möglichst wenige Personen einsehen können. Im Idealfall Eine.
  7. Benutzen sie einen Virenscanner und updaten Sie diesen regelmäßig, um Backdoors und Trojaner schnell zu entfernen
  8. Öffnen sie nur Mailanhänge von Personen die Sie kennen und die Sie erwarten
  9. Idealerweise verwenden sie Betriebssysteme und Programme die OpenSource sind, diese enthalten zweifellos auch Fehler, allerdings ist die Gefahr von Hintertüren geringer, da jeder sie finden könnte.
  10. Unter Windows sollten Sie sich einen extra Nutzer ohne Administrationsrechte anlegen und mit diesem arbeiten.
  11. Halten sie ihr System durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand.

Anleitungen zu all diesen Sachen und viel mehr theoretischen Hintergrund finden sie online. Hier und auf vielen anderen Seiten.

flatster.de

Endlich mal eine innovative Idee was Musik und Internet angeht.
Flatster.de bietet für 2,99€ alle Songs aus den Top 100 und jeden Monat 10 Alben als .mp3 zum Download. Für ein paar Euro mehr kann man alle Hits seit 1956 oder generell alle verfügbaren Songs haben.

Wie das geht?
Es werden Internetradios aufgenommen, dadurch fallen keine Lizenzgebühren an, da das mitschneiden aus Radios (noch) kostenfrei ist. Da viele Internetradios mit 128kbps oder mehr senden ist qualitativ meist kein Unterschied zu .wmas aus dem „Laden“ festzustellen.

Leider gibt es das Programm bislang nur für WinXP, das übrigens gerade 5 Jahre auf dem Buckel hat. Vielleicht folgen demnächst auch Clients für Linux oder MacOS.

Eine Alternative für Linux ist Amarok, dass Streams mitschneiden kann und bei dem man dank last.fm auch ordentlich Musik serviert bekommt.
Ideal wäre allerdings ein Programm, bei dem man auch eine Wunschlist ausfüllen kann und die Lieder aus dieser dann automatisch aufgenommen werden. Vielleicht kann man dieses Projekt ja erweitern, der Entwickler frägt doch so nett ;-).

Oder jemand macht sich die Mühe ein AmarokPlugin zu schreiben, wäre eine sehr Gute Idee.

Edit: Mit Cedega liefert es bislang nur einen Fehler. Vielleicht klappt es ja mit dem neuesten Wine.

Edit2: Bei mp3flat.com gibt es das ganze per Webinterface. 5 Tracks am Tag sind kostenlos, wenn man mehr möchte zahlt man 0,99€ pro Tag.

Zfone unter Ubuntu

Mit Zfone ist es möglich Voip zu verschlüsseln. Das Programm wurde von Phil Zimmermann geschrieben, der bereits PGP veröffentlichte.
Zfone ist für Linux, Windows und MacOS verfügbar.

Die Installation unter Ubuntu ist nicht tragisch, aber ein wenig aufwändig.
Zuerst beantragt man einen Download der Beta. Der Downloadlink wird einem zugeschickt, also die richtige Emailadresse angeben.

Nachdem das Paket heruntergeladen hat, einfach entpacken. Darin befinden sich 4 weitere Pakete. Auch diese sollten alle entpackt werden.

Ein kurzes sudo apt-get install libgtk2.0-dev iptables-dev
installiert die zum kompilieren benötigten Pakete.

Danach eine Konsole öffnen und in jedem der Ordner diese 3 Befehle nacheinander eingeben:
./configure
make
sudo checkinstall

Danach gibt es insgesamt 4 verschiedene Dateien, die alle auf *.deb enden.

Diese sollten jeweils mit sudo dpkg -i *.deb installiert werden.

Damit wäre Zfone installiert.

Wenn Zfone läuft und SIP über den Port 5060 läuft, sollte im Hauptfenster von Zfone zu sehen sein, ob die momentane Verbindung verschlüsselt ist oder nicht.

Natürlich benötigt auch die Gegenstelle Zfone.

Bilder folgen heute oder auch morgen.

Heute neu: Wir bauen uns ein Darknet

Hübsche Idee sich ein eigenes kleines Darknet aufzubauen.
Was ist eigentlich ein Darknet?

Ein Darknet ist ein privates Peer-to-Peer-Netz, in dem sich die Nutzer nur mit den Menschen verbinden, denen sie vertrauen. Solche Netze sind normalerweise klein, oft mit weniger als zehn Teilnehmern pro Netz. Allgemein kann ein Darknet eine beliebige geschlossene Gruppe von kommunizierenden Leuten sein. Falls das Netz dem Filesharing dient, ist die Bezeichnung Darknet synonym mit friend-to-friend. Die meisten Filesharingprogramme sind keine Darknets, da die Knoten (Peers) potentiell mit jedem anderen Knoten im Netzwerk kommunizieren können.
Quelle: de.wikipedia.org

Da der Traffic verschlüsselt wird, ist es schwer bis unmöglich die verschickten Daten auszulesen.
Das ganze eignet sich also prima dafür Urlaubsphotos und selbst gesungene Lieder zu verschicken, die nur der Empfänger lesen sollte.

Ein Programm, dass die Einrichtung vereinfacht ist Waste.

Anfängergerechte Anleitungen gibt es hier:

Windows
BSD/Linux

Ein Paket für Dapper ist mittlerweile da.
Damit das Programm läuft wird auch die libwxgtk2.6-0 benötigt.

sudo apt-get install libwxgtk2.6-0
sudo dpkg -i waste_i386.deb

Danach einfach wie im oberen Howto weiter machen.

Neue Seite zu Psi unter Windows

Psi ist ein Jabberclient der sowohl unter Linux, MacOS und auch Windows läuft. Er unterstützt vor allem auch verschlüsselte Kommunikation per GnuPG.

Auf psi.teuchtlurm.de findet man eine gute Anleitung, die sich vor allem an Windowsnutzer richtet, die Hilfe bei der Einrichtung eines Jabberclients benötigen. Momentan wird noch kräftig geschraubt, allerdings ist das wesentliche bereits verfügbar.