Universität, Service und Studiengebühren

Ein beliebtes Argument der Befürworter von Studiengebühren ist, dass sich durch Gebühren der Service an den Universitäten verbessert. Der Student ist schließlich Kunde und möchte als solcher behandelt werden.

In Österreich gibt es bereits seit 2001 Studiengebühren von 363,36€ pro Semester für Bürger der EU.

Von einem besonderen Service habe ich bislang allerdings nichts gemerkt.

Auch hier gibt es lächerlich überfüllte Veranstaltungen, im großen und ganzen zu wenig Seminarplätze für verpflichtend belegende Seminare und die Antwortgeschwindigkeit des Personals auf Anfragen ist beinahe grotesk.

Anfang April 2008 habe ich eine Email an den technischen Support der Universität geschrieben. Der angebotene Videostream einer Vorlesung funktionierte nicht/nur teilweise unter Linux. Die Email hatte deutlich über 100 Zeilen an Fehlerbeschreibungen, Outputs diverser Programme und Lösungsvorschlägen. Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten.

Vor sechs Wochen habe ich bei einem Professor nach Vorbereitungsmaterial für eine Vorlesung gefragt. Auch hier bislang keine Antwort.

Wenn man den Servicegadanken ernst nähme, würde ich eine Antwort innerhalb von drei Werktagen erwarten. Begeister wäre ich bei einer Antwort innerhalb von 24 Stunden. Über 5 Monate sind aber sicherlich deutlich zu lang. 😉

2 Gedanken zu „Universität, Service und Studiengebühren

  1. Oliver

    363,36€

    Bedeutet das insgesamt 363,36€ pro Semester oder erfolgt auch ein Split wie an deutschen Unis? Sprich 500€ Gebühren + xxx Verwaltungsgebühren? An einigen Unis kommen da durchaus reale Gebühren bis ca. 750€ zusammen pro Semester. Ich finde auch nett wie die Medien dies immer trennen bzw. überhaupt nicht erwähnen.

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  2. floyd Beitragsautor

    Da sind Verwaltungsgebühren bereits dabei.
    Fahrkarte kostet aber nochmal extra.

    Vielleicht werden die Studiengebühren für Österreicher und EU-Bürger aber am 24.9. wieder abgeschafft. Für EU-Ausländer werden sie dann halbiert.

    Mal sehen zu was sich die Parteien im Wahlkampf hinreissen lassen. 😉

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