Ein kleiner Rhetorikkurs

Was sagt man, wenn man nichts mehr sagen kann?

Teil 1: Die Nullaussage

Die Bundesregierung antwortet auf eine kleine Anfrage zu Theseus:

Die Bundesregierung teilte mit, dass weder Quaero und Theseus eine Alternative zu Google werden soll. Man wolle vielmehr auf eine „Infrastruktur des Wissens“ abbilden.

Das System soll semantische, also die Wortbedeutung betreffende Verfahren einsetzen. und in vielversprechenden Anwendungsfeldern erprobt werden.

via: golem.de

Teil 2: Partielle Wahrnehmung

(Sehr nützlich bei unangenehmen Themen…)

Herr Ziercke im Gespräch mit der Taz:

Sie räumen aber ein, dass die heimliche Durchsuchung von privaten Computern eine neue Dimension der staatlichen Überwachung darstellt?

Im Kern geht es nur darum, den von den Schwerstkriminellen bereits vollzogenen digitalen Quantensprung aufzuholen. Diese verlagern ihre Kommunikation konsequent in das Internet.

Irgendwie scheint auch niemand so recht zu begreifen, dass Quanten nicht besonders weit springen.

Teil 3: Ignoranz

An Herrn Ziercke ging die Frage nach den Schlüsselwörtern.
Das interessierte mich, wie eine kleine Software ohne alle Daten zu kopieren, selbstständig irgendwas belastendes finden kann durch die Suche nach Schlüsselwörtern. Immerhin ein starkes Argument, dass durch die Verwendung dieser Technik die Privatsphäre ja gewährleistet sei. Ich meinte, dass bei der normalen Telefonüberwachung dies auch nicht möglich sei. Die Überwachten würden einfach von â??Geburtstagâ? anstatt von â??Attentatâ? reden.
(Antwort Frage wurde nicht beantwortet).

via: netzpolitik.org

Teil 4: Flucht

Beim diesjährigen Versuch des Chaos Computer Club (CCC), dem Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen ein symbolisches Trojanisches Pferd zu überreichen, stießen die verblüfften Chaoten auf einen leeren Stand. Das zuvor über den Besuch informierte Standpersonal des Verfassungsschutzes hatte offenbar mitsamt allen Plakaten und Broschüren die Flucht ergriffen.

via: ccc.de

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