Ein Entschuldigungsschreiben

Gestern verschickte der Rektor der LMU noch ein Entschuldigungsschreiben, mir ist allerdings nicht ganz klar für was er sich entschuldigt.

.. versteht sich die LMU als liberale und Weltoffene Hochschule, die eine Diskurskultur und intellektuelle Atmosphäre schafft, in der Denunziation und Bespitzelung keinen Platz haben. […]

Die großen Chancen, die wissenschaftlicher und kultureller Austausch bieten, sind gefährdet durch extremistische Weltanschauungen und aggressiven Fundamentalismus.[…]

In diesem Zusammenhang hat ein Rundschreiben der Universität, in dem auf eine nach den Informationen der Sicherheitsbehörden bestehende Gefährdung durch aggressive Fundamentalisten hingewiesen wurde, durch missverständliche Formulierungen heftige Diskussionen und Proteste ausgelöst. Wir bedauern diese Missverständnisse und betonen noch einmal den Wert einer offenen und toleranten Wissenschaftskultur, die wir an unserer Universität erhalten und weiter stärken wollen.
[…]

So weit der Schmu.
Allerdings frage ich mich, was an der Mail vor kurzem missverständlich war.
Ich würde sogar behaupten, dass sie ziemlich eindeutig war.

3 Gedanken zu „Ein Entschuldigungsschreiben

  1. Martin

    Sicher ist das richtig was du sagst, aber was kann der Rektor bzw. Kanzler anderes machen als das, nachdem ein Mitarbeiter ohne sein Wissen die erste Mail geschrieben hat?

    Gruß, Martin

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  2. floyd Beitragsautor

    Nicht viel.
    Allerdings finde ich es für einen Rektor der LMU ein wenig peinlich, die offensichtliche Wahrheit so zu verzerren.

    Er könnte sich im Namen der Mitarbeiter und entschuldigen und zum Beispiel weitere Schritte vorschlagen um so etwas in Zukunft zu verhindern. Hat er aber nicht

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  3. Martin

    Zitat von http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,471697,00.html :

    May sagt nun: „Vielleicht hätte man das weniger apodiktisch formulieren können, aber in der Sache ist das vertretbar.“ Allerdings macht er sich wegen der Aufregung Sorgen um den Ruf seiner Uni: „Es geht hier keinesfalls darum, dass an der Uni gespitzelt werden soll. Natürlich müssen wir offen bleiben.“ Er habe das Memo nicht persönlich abgezeichnet, was aber auch nicht in jedem Fall dieser Art üblich sei. Nun werde man darüber sprechen, ob das künftig anders sein soll.

    Ziatat Ende.

    Also macht er sich unser Kanzler durchaus Gedanken, wie man sowas in Zukunft verhindert….oder vielleicht doch eher, wie man dafür sorgt, dass man es geschickter formuliert. Entschuldigt hat er sich wohl deshalb nicht, weil er es ja für „in der Sache“ vertretbar hält

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