Der Egoismus regiert

Wirtschaftsminister Glos unterstützt die deutsche Automobilindustrie bei ihrem Kampf gegen eine neue EU-Richtlinie.
Der CO2-Ausstoss von Autos soll drastisch auf 120 Gramm reduziert werden.
Angelehnt ist die Richtlinie an eine Selbstverpflichtung der europäischen Automobilhersteller aus dem Jahr 1997.

Wie zu erwarten hängen vor allem die deutschen Hersteller hinterher. Wer kauft schon einen 7er BMW, wenn er nur 5-Liter auf 100km verbraucht?

Jetzt soll die Grenze zur Vorschrift gemacht werden und es bildet sich eine unterhaltsame Koalition aus Gewerkschaften, Politikern und Konzernen: „Die machen unsere Arbeit kaputt.“ (Frei nach den Beteiligten.)

Natürlich ist Forschung in dieser Richtung teuer, allerdings sollte man sich auch vor Augen halten, dass die deutschen Automobilkonzerne in den letzten Jahren enorme Gewinne eingefahren haben und dass jeder irgendwo einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten hat.

Wenn kleine Kinder sich nicht an Abmachungen halten, zwingt man sie (sanft!) dazu es doch zu tun. Vielleicht sollte man das bei der Industrie trotz des notorischen Gejammers auch einmal versuchen. 😉

Ähnlich lief das ganze auch bei REACH, eigentlich zum Verbraucherschutz eingeführt, mittlerweile aber total verwässert. Naja es geht ja nur um die Chemikalien, die wir in unserem Essen, unserer Kleidung und unseren Möbel haben, die durch unsere Luft fliegen,…

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