Archiv für den Monat: September 2006

Grafikkartenlüfter und andere Probleme

Vor ein paar Tagen hat der Grafikkartenlüfter bei meinem Bruder schlapp gemacht.
Regelmäßig aus seinen Spielen rausgeflogen, Betriebstemperatur ohne Last bei 60° C.

Heute bin ich dann in die Schillerstrasse gefahren um einen neuen zu kaufen. Der Hersteller (Zalman) wirbt damit, dass der Lüfter auf alle Karten der Baureihe Geforce 6600 passt.
Naja auf fast alle.

Karte vorher:
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In einem Loch konnten wir das ganze befestigen, für das andere musste ich aber gewisse „Umwege“ in Kauf nehmen.
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Für was dieser Metallhaken genau ist, kann man hier sehen:
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Aber es hält und er kann wieder zocken.

Jetzt auch digitale Dokumente für Ausländer

Jaja, die haben wohl gedacht dem deutschen Terrorwahn zu entgehen, aber so einfch ist das nicht.
Genau wie alle normalen Bürger, bekommen nun auch Ausländer, die keine EU-Bürger sind eine digitale Meldekarte. Gespeichert werden zuerst Passphotos und Fingerabdrücke. Einige Politiker wünschen sich vermutlich auch schon den genetischen Fingerabdruck, zumindest in den einsamen Stunden.
Damit das ganze auch hübsch von jedem ausgelesen erden kann trägt das Dokument natürlich einen Rfid-Chip. Identitätsdiebstahl leicht gemacht.

Die Identitätskarten erhöhten vor allem den Schutz vor Fälschungen. Außerdem setze Deutschland damit industriepolitisch deutliche Zeichen. So seien bei der Vergabe für den biometrischen Reisepass in den USA der Chiphersteller Infineon sowie eine deutsche Philips-Tochter zum Zuge gekommen, die auch den
Funk-Chip des deutschen Reisepasses herstellen.
Quelle: tagesschau

Solange man industriepolitisch Zeichen setzt ist die Welt aber noch in Ordnung.

*gna*

Ui Blockpraktikum

Das ist ja ein Spaß. Jeden Tag, 4 Stunden Versuche, danach die Auswertung derselben und Vorbereitung auf den nächsten Tag, da man in guter alter Schultradition ausgefragt wird.
Schade nur, dass die Versuchsanleitungen manchmal (oft?) irgendwo zwischen mehrdeutig und unverständlich liegen, genauso wie sich niemand daran stört, relativ komplexe Optikversuche durchführen zu lassen, obwohl noch niemand Optik hatte.

Ein weiteres Problem sind genervte und überforderte Praktikumsleiter, die ihren letzten Funken Autorität nur noch durch Pedanterie retten können (Nein, die Überschrift gehört blau unterstrichen,…).
Ich kann ja verstehen, dass es auch für sie anstrengend ist, allerdings sollte man sich überlegen, ob man es so wirklich für alle (oder für irgendjemanden?) angenehmer macht.

Naja werde mich mal auf getriebene Schwingungen vorbereiten. Saß bislang ja nur 3 Stunden an der Auswertung und vorher 4 am Versuch ;-).

flatster.de

Endlich mal eine innovative Idee was Musik und Internet angeht.
Flatster.de bietet für 2,99€ alle Songs aus den Top 100 und jeden Monat 10 Alben als .mp3 zum Download. Für ein paar Euro mehr kann man alle Hits seit 1956 oder generell alle verfügbaren Songs haben.

Wie das geht?
Es werden Internetradios aufgenommen, dadurch fallen keine Lizenzgebühren an, da das mitschneiden aus Radios (noch) kostenfrei ist. Da viele Internetradios mit 128kbps oder mehr senden ist qualitativ meist kein Unterschied zu .wmas aus dem „Laden“ festzustellen.

Leider gibt es das Programm bislang nur für WinXP, das übrigens gerade 5 Jahre auf dem Buckel hat. Vielleicht folgen demnächst auch Clients für Linux oder MacOS.

Eine Alternative für Linux ist Amarok, dass Streams mitschneiden kann und bei dem man dank last.fm auch ordentlich Musik serviert bekommt.
Ideal wäre allerdings ein Programm, bei dem man auch eine Wunschlist ausfüllen kann und die Lieder aus dieser dann automatisch aufgenommen werden. Vielleicht kann man dieses Projekt ja erweitern, der Entwickler frägt doch so nett ;-).

Oder jemand macht sich die Mühe ein AmarokPlugin zu schreiben, wäre eine sehr Gute Idee.

Edit: Mit Cedega liefert es bislang nur einen Fehler. Vielleicht klappt es ja mit dem neuesten Wine.

Edit2: Bei mp3flat.com gibt es das ganze per Webinterface. 5 Tracks am Tag sind kostenlos, wenn man mehr möchte zahlt man 0,99€ pro Tag.

Zum ersten Mal online Musik gekauft

Gar nicht so einfach einen Shop zu finden in dem man das neue Iron Maiden Album auch unter Linux kaufen kann.
Musicload, Medionmusic und die anderen großen bieten es natürlich nur in .wma mit Digital-Restrictions-Management an.

Irgendwann bin ich bei einem russischen Anbieter gelandet, der das ganze in verschiedenen Formaten anbietet, auch ohne DRM.
Allerdings ist dieser Anbieter in Deutschland ein klein wenig umstritten.

Allerdings stellt sich mir hier die Frage in wie weit die Vorzüge der Globalisierung (günstig produzieren, teuer verkaufen) nur für große Unternehmen gelten soll. Natürlich haben Firmen kein Interesse daran, wenn ich mir den BMW günstig in Polen kaufe,
allerdings habe ich etwas dagegen mich ver****** zu lassen. Wenn Globalisierung dann mit Vorteilen auch für den normalen Bürger…. kaufen wo es am billigsten ist.

Wirtschaftsspionage leichtgemacht

Das der Datenschutz in der momentanen Situation politisch nicht gewünscht wird dürfte mittlerweile jedem aufgegangen sein.
Allerdings sollten wir uns allmählich Gedanken darüber machen, wer denn alles Zugriff auf die Daten aus der Vorratsdatenspeicherung bekommen soll.
Laut einem Bericht auf netzpolitik.org
sollen unter anderem folgende Organisationen Zugriff auf die Daten erhalten:

  • den Strafverfolgungsbehörden für Ermittlungen wegen allen â??erheblichenâ? oder â??mittels Telekommunikation begangenenâ? Straftaten,
  • den Geheimdiensten, und zwar ohne richterliche Genehmigung,
  • ausländischen Staaten, ebenfalls ohne richterliche Genehmigung und ohne Kontrolle über die Weiterverwendung der Daten,
  • der Musikindustrie zur Verfolgung â??offensichtlicher Rechtsverletzungenâ? im Internet, insbesondere zum Vorgehen gegen private Tauschbörsennutzer.

Enführungen aus Europa in die diversen Gefängnisse der Welt werden ja durchaus geduldet, spätestens aber dann, wenn die netten Herren von „General Electrics“ von den neuesten Siemensplänen außergewöhnlich früh erfahren, dürfte auch im Kanzleramt klarwerden, dass wir uns verkauft haben.
So ganz kler ist mir bislang auch nicht warum ausgerechnet die Musikindustrie beliebigen Zugriff auf diese Daten erhalten sollte. Sitzen die Vorstönde von Bertelsmann und Sony mittlerweile auch im Aufsichtsrat der „Polizei AG“ oder woran liegts?

Ein wenig Lesestoff

Damit man nicht ganz dumm stirbt mal ein paar Quellen für Urheberrechtsfreie oder im weitesten Sinne freie Literatur:

Natürlich kann man die Klassiker auch bei bol.de oder amazon kaufen. Kosten nur ein Stückchen mehr als die Gebundenen, man könnte sie ja vielleicht kopieren.

Ich warte nur auf den Tag an dem ich in einem Buch eine EULA finde, dass ich es nur an maximal 3 Personen verleihen und nur am Schreibtisch lesen darf. Aber für nur 4,95€ im Monat kann ich für alle Bücher des Verlages eine „Read-in-Bed-License“ erwerben. *grusel*

Natürlich gibt es auch noch die Seiten, die der Spiegel vor ein paar Jahren noch liebevoll als Selbsthilfegruppen für Computerleser tituliert hat. Google ist dein Freund oder zumindest manchmal nützlich.