Ein Tag im Leben eines Mathematikers

07:00 Aufstehen, Bett glatt streichen
07:05 Im Bad, Beschäftigung mit Strömungen und Wirbeln, Fixierung der Frisur.
07:10 Anziehen, Hemden (nach Wellenlänge sortiert), Anzug, Sockenhöhe auf beiden Seiten abmessen und vergleichen
07:20 Frühstück, Lebensmittel fein säuberlich voneinander getrennt.
07:30 Nach dem Anziehen der Schuhe Verlassen des Hauses in Richtung Uni
07:45 Während der Busfahrt versuchen einen angemessen verwirrten Eindruck zu hinterlassen
08:15 Zum Wachwerden wird wahlweise eine kleinere Differentialgleichung gelöst oder einem Studenten des ersten Semesters die Gaußsche Fehlerfunktion zur Integration vorgelegt
09:15 Erste Vorlesung. Versuch möglichst viele neue Bezeichnungen für altbekannte Dinge einzuführen oder auch ohne Einführung zu verwenden. Was würde es für einen Eindruck von der Mathematik hinterlassen, wenn man auf Anhieb verstünde um was es eigentlich geht. Planloses herumwedeln mit diversen Gegenständen oder auch hervorstoßen unverständlicher Satzbausteine erwünscht.
11:45 Gang zur Mensa, betont verplantes umherstolzieren, um Ruf nicht zu gefährden.
12:00 Mensabesuch, Verzehren einer Zahlensuppe (Praktiker) oder einer Buchstabensuppe (Theoretiker).
15:15 Tutorium zur Vorlesung. Vorrechnen einfacher Aufgaben zur Vorlesung garniert mit dem untrüglichen Gespür für das richtige Witzchen zur richtigen Zeit.
18:00 Spiegelsymmetrische Anordnung der erledigten Aufgaben auf dem Schreibtisch. Verlassen des Büros. Der kürzeste Weg wurde dazu natürlich errechnet.
19:00 Abendessen. Kalt. Die Herdplatte wird seit einer Verbrennung am Daumen nur noch ungern verwendet. Alle Fächer und Schubladen sind bebildert und beschriftet.
20:00 Tagesschau.
20:15 Noch ein wenig Lesen oder ein paar Sudokus lösen (schwer)
22:00 Zähne putzen (links ein Zahn, rechts ein Zahn), Schlafanzug anziehen (kariert, was sonst?), zu Bett.

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