Anonymes Surfen mit Tor

Auch mit verschlüsselter Kommunikation ist es noch möglich die verschiedenen Kommunikationspartner aufzuzeichnen und zu speichern, wie es in der neuen Telekommunikationsrchtilinie gemacht werden muss.

Für dieses Problem gibt es ein Programm Namens Tor.
Dieses Programm stellt von dem Nutzerrechner eine verschlüsselte Folge zu einem Server her, dieser wählt zufällig einen weiteren Server mit dem er eine verschlüsselte Verbindung herstellt und so weiter. Da jeder Server nur den vorherigen und den hinter ihm „kennt“, reichen 3 Server aus um später nicht mehr nachvollziehen zu können, woher die Anfrage an den letztendlichen Server gekommen ist. Genauso werden die Datenpakete auch wieder zurückgesendet.

In regelmäßigen Abständen werden neue Pfade durch den Serverdschungel ausgehandelt um die Gefahr durch doppelt versendete Pakete zu minimieren.

Ein kleines Beispiel:
Bob sendet eine Anfrage an den Server von Hans und möchte das Anonym machen.
Also stellt Bobs PC eine verschlüsselte Verbindung zu Server 1 her, dieser zu Server 345 und dieser wieder zu 367. Bei Hans‘ Server kommt eine Anfrage von Server 367 an. Und genau so geht der Weg auch wieder zurück. Eine Rückverfolgung ist dann fast nicht mehr möglich.

Leider ist eine Verbindung mit Tor in den meisten Fällen ein wenig langsamer als eine direkte Verbindung. Je mehr Server es gibt, desto schneller ist Tor, da dann der gesamte Traffic auf mehrere Schultern aufgeteilt werden kann.
Da jeder, auch mit DSL einen eigenen Tor-Server betreiben kann, sollte mit steigendem Interesse an Anonymität im Internet allerdings auch die Anzahl der Server zunehmen.

Sehr viel umfangreichere Informationen gibt es (natürlich) auf Kai Ravens Seite.
Howtos für Windowsbrowser findet man zum Beispiel Hier.
Eine anleitung für Ubuntu, die sich so oder so ähnlich wohl auch für andere Distributionen verwenden lässt, findet man im Wiki von ubuntuusers.de

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