Die Welt ist rund: Opteka Fisheye an Canon EOS 6D

Das Opteka 5.5mm Fisheye-Objektiv, das baugleich zu Walimex oder Samyang Fisheye-Objektiven zu sein scheint, ist eigentlich für APS-C-Sensoren gedacht. Bei Canon also für die drei und zweistellige EOS-Varianten oder die 7D bzw. 7D II.

Allerdings lässt sich das Objektiv auch bei Kameras mit Kleinbildsensor verwenden. Sogar an der Canon 6D bzw. 5D sind die Ergebnisse durchaus brauchbar.

Die Randbereiche des Bildes sind dann entsprechend schwarz und es werden Teile des Objektivs selbst auf dem Sensor abgebildet – aber aktuelle Kameras bieten genug Reserven, um Teile des Bildes wegzuschneiden. Ohne Sonnenblende erhält man die größte verwertbare Bildfläche auf dem Sensor:

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Opteka 6.5 mm an EOS 6D ohne Sonnenblende

Die Farben sind kräftig, bei kleinen Blenden erhält man auch die typischen Sonnenstrahlen. An den Rändern treten Spiegelungen und Purple fringing auf – die sich aber bequem wegschneiden lassen.

Bei aufgesteckter Sonnenblende, wird das Bild zusätzlich an den Seiten beschnitten. Die verwertbare Bildfläche wird damit kleiner.

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Opteka 6.5mm an EOS 6D mit Sonnenblende (Hochformat)

 

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Opteka 6.5mm an EOS 6D mit Sonnenblende (Querformat)

 

Import Blogbeiträge seit 2006

Da hier immer noch einige Besucher über teilweise sehr alte Links auf meine Seite kommen, habe ich eben alle Blogposts der vergangenen Jahre importiert. Es wär ja schade, wenn man nur eine 404-Seite zu Gesicht bekäme.

Eventuell eingebundene Fotos oder auch ehemals hochgeladene Software sind derzeit nicht auf dem Server. Die Links führen dann dementsprechend ins Leere. Für den ein oder anderen dürfte trotzdem noch etwas dabei sein, auch wenn ich auf absehbare Zeit keine inhaltlichen Ergänzungen oder Korrekturen an den alten Beiträgen vornehmen werde.

 

Mach es länger! – Canon 300/4 L und Kenko Telekonverter

Ein Problem, das jeder Fotograf kennen wird: Wenn das Objekt der fotografischen Begierde zu klein oder zu weit entfernt ist, hilft nur der Fußzoom oder mehr Brennweite. Bei Wildtieren unterschreitet man bei der Pirsch aber schnell die Fluchtdistanz und damit steht man allein auf weiter Flur.

Abhilfe schaffen hier hohe Brennweiten jenseits der 300mm. Allerdings sind diese für Hobbyfotografen meist zu teuer und bringen auch reichlich Gewicht auf die Waage. Nützlich sind daher Telekonverter, eine Art Kleinstobjektiv mit einer Linse, das zwischen Kamera und Objektive gesteckt werden kann. Damit steigt je nach Modell die Brennweite auf den 1,5-fachen oder 2-fachen Wert. Aus 300mm werden so 450mm oder sogar 600mm und das zum kleinen Preis. Mit 600mm kann man die meisten Wildtiere auch noch aus sicherer Distanz formatfüllend ins Bild holen.

Rein theoretisch lassen sich auch mehrere Telekonverter miteinander kombinieren. Aus einem 300mm Objektiv werden so mit einem 1,5-fachen und einem 2-fachen Telekonverter großzügige 900mm Brennweite. Damit wäre man auch bei der Vogelfotografie auf der sicheren Seite.

Aber wie überall im Leben werden die Vorteile der Telekonverter  mit Abstrichen anderswo erkauft, in diesem Fall bei der Bildqualität. Mit jedem Telekonverter sinkt die Abbildungsleistung – das Bild wird also weniger scharf. Zusätzlich kommt weniger Licht auf den Sensor. Ein 1,5-facher Telekonverter senkt die maximale Offenblende um eine Stufe (z.B. von 4.0 auf 5.6), ein  2-facher Telekonverter verringert die Offenblende gleich um 2 Stufen (z.B. von 4.0 auf 8.0).

Daher müssen die Vor- und Nachteile für den jeweiligen Einsatzzweck abgewogen werden. Im Zweifel ist ein Bild (wenn auch weniger scharf) meist besser als kein Bild.

Die unten aufgeführten Beispielbilder geben einen Eindruck, was mit einer EOS 6D, einem Canon 300mm/4L und einem Stativ möglich ist. Alle Bildausschnitte sind im Verhältnis 1:1 abgebildet.

300/4 L mit f 8.0 1/640 ISO 800

EF 300/4 L

EF 300/4 L

300/ 4L mi 1,5X Teleplus MC mit f 8.0 1/320 ISO 800

EF 300/4 L + Kenko 1.5X Teleplus MC

EF 300/4 L + Kenko 1.5X Teleplus MC

300/4L mit 2X Teleplus Pro 300 mit f 8.0 1/200 ISO 1600

EF 300/4 L + Kenko 2X Teleplus Pro 300

EF 300/4 L + Kenko 2X Teleplus Pro 300

300/4L mit beiden Telekonvertern mit f 8.0 1/320 ISO 6400 (Autofokus selbst abgeklebt nicht mehr möglich)

EF 300/4 L + Kenko 1.5X Teleplus MC + Kenko 2X Teleplus Pro 300

EF 300/4 L + Kenko 1.5X Teleplus MC + Kenko 2X Teleplus Pro 300

Warum ich trotzdem Fußball-WM schaue

Ja, Österreich scheiterte mal wieder an der Qualifikation. Ja, die Trikots werden nicht unter den Bedingungen hergestellt, die man sich wünscht.  Ja, die Bevölkerung Brasiliens wird vermutlich nicht im erhofften Ausmaß von der WM profitieren. Ja, die FIFA erwirtschaftete mit dem WM 2010 einen Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro, und 2014 wird es kaum weniger sein. Ja, die FIFA – offiziell ein Verein – bezahlt trotzdem nur 4 % Steuern. Ja, die FIFA scheint ähnlich wie das IOC immer wieder in unsaubere Geschäfte, genauer Bestechung, verwickelt zu sein. Ja, die FIFA kooperierte unter fragwürdigen Bedingungen mit der Junta in Argentinien.

Und trotzdem begeistert die Fußball-WM Millionen von Menschen weltweit. Weil sie spannende Spiele, brillante Spielzüge und schöne Tore sehen wollen. Weil sie vor dem Fernseher oder beim Public Viewing mitzittern, mitfeiern und mitleiden wollen. Weil sie, man mag es kaum glauben, Freude am spielerischen Ausleben von Nationalismen haben.

Und auch mich wird das Fußballfieber wieder packen. Ich freue mich auf fesselnde Spiele, dramatische Minuten und eine hoffentlich faire und großartige WM.

Krautreporter: Der Traum vom unabhängigen Journalismus

Über die Krise des Printjournalismus wurden in den letzten Jahren viel geschrieben und noch mehr gejammert. Fakt ist, dass bei fast allen großen Verlagshäusern die Werbeeinnahmen im Printbereich einbrechen und ganze Redaktionen geschlossen werden. Auch der vermeintliche Hoffnungsträger, der Onlinejournalismus, konnte den Niedergang bislang nicht stoppen. In den USA lagen 2012 die inflationsbereinigten Werbeeinnahmen der Zeitungen im Print und Onlinebereich mit 20 Milliarden Dollar auf dem gleichen Wert wie 1950.

In den letzten Jahren wurde vieles versucht, um der Krise Herr zu werden. Ein stärkerer Fokus auf den Lokaljournalismus, Bürgerjournalismus oder Paywalls im Internet sollten helfen, hochwertigen Journalismus zu finanzieren. Die Ergebnisse sind bestenfalls durchwachsen.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis jemand die Hoffnung auf Crowd-Funding setzen würde. Ein Team von 25 Reportern aus ganz Deutschland will es wissen. Mit Unterstützung von 15.000 Menschen, soll ein komplett werbefreies Onlinemedium entstehen, exklusive, multimediale Inhalte produziert und unabhängiger Journalismus ermöglicht werden.

Bis Mitternacht des 13.06.2014 müssen 900.000€ beschafft werden, um den Krautreportern den Start zu ermöglichen. Mit 60€ ist man für ein Jahr dabei, erhält werbefreien Zugriff auf alle Reportagen, Recherchen und Hintergrundberichte auf der Homepage sowie exklusiven Zugang zu vier neuen Veröffentlichungen pro Tag.

Falls ihr Interesse an unabhängigem Qualitätsjournalismus habt, dann unterstützt die Krautreporter mit einem Abonnement.

UPDATE: Und sie haben es tatsächlich geschafft!